11.05.2018 Presse informiert über Maßnahmen im Keltenweg, Elz

In den Berichten (Sitzungsprotokoll, Zeitungsartikel) wird suggeriert, das der Kanal jetzt erst einer Erneuerung bedarf und man jetzt handeln muss. Das „Überflutungssproblem“ existiert, seit es den Kanal gibt. Handlungsbedarf zum Schutz des Eigentums hätte schon lange bestanden. Hier hat die Gemeinde die Anlieger Jahrzehntelang ignoriert und erwartet jetzt, das diese bedingungslos nicht notwendige Kosten tragen sollen. Viele Anlieger im Keltenweg, Elz haben über die Jahre hinweg Investitionen geleistet zur Beseitigung und Vorbeugung von Schäden. Verursacht durch diese Fehlkonstruktion, namens Kanal und einer ablehnenden Haltung gegenüber berechtigter Kritik. Eine komplette Kanalsanierung und Beseitigung „historischer“ Mängel, in Ordnung. Eine Komplett Sanierung der Straße, am Lärm reichsten Ort in Elz, nicht in Ordnung.

Über einen Zeitungsartikel erfuhren die Eigentümer im Keltenweg, Elz über die Bewertungen und Planungen der Elzer Gemeinde. Der Artikel ist in der NNP leider nicht online verfügbar, darum hier eine Veröffentlichung als Scan.

nnp-artikel-11.05.2018_scan

Der Artikel ist begleitend zur Sitzung der  Gemeindevertretung Elz vom 7.5.2018 erschienen. Das Sitzungsprotokoll kann auf der Webseite der Gemeinde Elz eingesehen werden kann.

Insofern sind wir dankbar, das die NNP diese Information veröffentlicht hat, auch wenn die Inhalte einen leicht unterschiedlichen Fokus haben. So konnte zumindest eine Reaktion darauf organisiert werden. Wobei eine andere Vorgehensweise mit frühzeitiger Integration der Betroffenen, wünschenswerter wäre.

Behauptung: Im Artikel wird es so dargestellt, als wären die Überschwemmungen eine Folge eines defekten Kanals, dem widersprechen wir.

Fakt ist, das es seit Jahrzehnten, bereits ab 1965,  immer wieder Probleme mit Überschwemmungen in den Kellern im Keltenweg in Elz gab. Die Gemeinde wurde regelmäßig darüber informiert. Die Ursache  waren aber nicht defekte Rohre, sondern eher ein „Konstruktionsfehlers„. Der Kanal wurde rechtwinklig an der tiefsten Stelle,  gegen eine leichte Steigung wieder in den Kanal zur Freiherr-von-Stein Straße angeschlossen. Im Artikel wird das als „hydraulisches Problem“ dargestellt. Das ein Kanalsystem mit „konstruierten Rückstau“, irgendwann völlig defekt ist, ist eine logische Konsequenz, von Jahrzehntelangem Ignorieren berechtigter Kritik (eben das „hydraulische Problem“ im Keltenweg, Elz).

Fakt ist auch, das Kanalsanierung, incl. Wasserleitungen von den Gemeinden zu tragen sind, d.h. Kosten zu Lasten der Gemeinde. Straßenerneuerung kann auf die Anlieger umgelegt werden, muss aber nicht. Außerhalb von Elz gibt es andere Möglichkeiten Dinge Bürger freundlicher zu gestalten. Auch der Weg Bürgern zu neuen Schulden zu verhelfen, sollte nicht als Wohltat gesehen werden. Die Anlieger im Keltenweg, Elz sind nicht „amused“.

Anstatt Verantwortung für diesen „Konstruktions“ Fehler zu übernehmen, sollen wieder neue Kosten von den Eigentümer getragen werden. Viele Eigentümer im Keltenweg haben über 50 Jahre hinweg diesen Konstruktions-Fehler ertragen und die Kosten für die Beseitigung der Sachschäden aufgebracht.

Von den menschlichen Folgen sprechen wir ja in Deutschland nicht, aber die Angst vor dem nächsten Starkregen bleibt.

 

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